Gutes Katzenfutter besteht überwiegend aus hochwertigem Fleisch, enthält kaum Getreide und verzichtet auf künstliche Zusätze. Katzen sind obligate Fleischfresser — ihr Körper ist schlicht nicht darauf ausgelegt, Kohlenhydrate effizient zu verwerten. Was auf der Verpackung gesund klingt, ist es oft nicht.
Katzen sind Fleischfresser — was das für die Fütterung bedeutet
Anders als Hunde sind Katzen sogenannte obligate Karnivoren. Das bedeutet: Ihr Stoffwechsel ist evolutionär auf die Verwertung von tierischem Protein und tierischen Fetten ausgerichtet. Bestimmte Nährstoffe wie Taurin, Arachidonsäure und Vitamin A können Katzen nicht selbst synthetisieren — sie müssen über das Futter aufgenommen werden, und zwar ausschließlich aus tierischen Quellen.
Was bedeutet das konkret? Eine Katze, die dauerhaft mit getreidereichen Billigfutter gefüttert wird, deckt zwar ihren Energiebedarf — aber sie bekommt nicht die Nährstoffe, die ihr Körper wirklich braucht. Die Folgen zeigen sich oft erst nach Jahren: stumpfes Fell, Übergewicht, Nierenprobleme, Zahnstein.
„Eine Katze, die wirklich artgerecht gefüttert wird, sieht man: glänzendes Fell, schlanke Figur, waches Verhalten — das ist kein Zufall."
— Andreas Nootz
Die häufigsten Fehler bei der Katzenernährung
In meiner langjährigen Beratungspraxis begegnen mir immer wieder dieselben Muster. Diese drei Fehler machen die meisten Katzenbesitzer:
Zu viel Getreide im Futter
Viele günstige Fertigfutter bestehen zu 30–50 % aus Getreide (Weizen, Mais, Reis). Das füllt den Bauch, liefert aber kaum verwertbare Nährstoffe für Katzen und belastet Bauchspeicheldrüse und Nieren.
Minderwertiges Protein
Nicht jedes Fleisch ist gleich. "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" als Sammelbezeichnung kann alles enthalten — von Muskelfleisch bis zu Federn und Klauen. Einzeln deklariertes Fleisch ist das einzige verlässliche Qualitätsmerkmal.
Falsche Portionen und Mahlzeitenfrequenz
Katzen sind Kleinmengen-Fresser: In der Natur fressen sie viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Zwei große Portionen täglich entsprechen nicht ihrem natürlichen Fressverhalten und können zu Übergewicht führen.
Worauf Sie bei der Zutatenliste achten sollten
Die Zutatenliste ist das wichtigste Instrument zur Beurteilung von Katzenfutter — wenn man weiß, wie man sie liest. Die Zutaten werden nach Gewicht absteigend aufgeführt. Was also zuerst steht, ist am meisten enthalten.
Gut
- ✓ Einzeln deklariertes Fleisch (z. B. "Hühnchenfleisch 65 %")
- ✓ Tierische Fette (z. B. Hühnerfett)
- ✓ Geringe Getreideanteile oder getreidefrei
- ✓ Keine Zuckerzusätze
Vorsicht
- ✕ "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ohne Mengenangabe
- ✕ Getreide an erster oder zweiter Stelle
- ✕ Zucker, Glukose, Fruktose
- ✕ Künstliche Farbstoffe und Konservierungsmittel
Trocken- oder Nassfutter? Der große Vergleich
Diese Frage bewegt viele Katzenbesitzer. Die kurze Antwort: Nassfutter ist für Katzen in der Regel die bessere Wahl — vor allem wegen des Wassergehalts.
| Kriterium | Nassfutter | Trockenfutter |
|---|---|---|
| Wassergehalt | 70–80 % | 5–10 % |
| Proteingehalt | Hoch | Variiert stark |
| Kohlenhydrate | Gering | Oft hoch (Stärke) |
| Nierenschutz | Gut | Kritisch bei alleiniger Gabe |
| Preis | Höher | Günstiger |
| Zahnpflege | Neutral | Marginale Wirkung |
Wenn Sie Trockenfutter füttern möchten, sollte es hochwertig sein und in jedem Fall durch Nassfutter oder zusätzliches Wasser ergänzt werden. Rein trockene Ernährung über Jahre hinweg erhöht das Risiko für Harnwegsprobleme und Nierenerkrankungen erheblich.
Warum artgerechtes Futter den Unterschied macht
Katzen, die artgerecht gefüttert werden, zeigen es in ihrer gesamten Erscheinung: Das Fell ist seidig und glänzend, die Figur schlank, das Verhalten lebhaft und neugierig. Verdauungsprobleme, übermäßiges Haarbal-Würgen und Zahnstein werden seltener.
REiCO Vital-Systeme setzt bei der Katzenernährung auf das mineralische Gleichgewicht: hochwertige, einzeln deklarierte Zutaten, ohne künstliche Konservierungsmittel, ohne Zuckerzusatz, ohne Lockstoffe. Die Rezepturen werden in Deutschland hergestellt und sind transparent deklariert — sodass Sie als Katzenbesitzer genau wissen, was im Napf landet.
Wenn Sie unsicher sind, welches Futter für Ihre Katze das Richtige ist, helfe ich Ihnen gerne weiter. Im Rahmen einer kostenlosen Futterberatung schauen wir uns gemeinsam an, was Ihre Katze wirklich braucht — individuell und ohne Verkaufsdruck.
Häufige Fragen
Wie viel Fleischanteil sollte gutes Katzenfutter haben?
Dürfen Katzen Getreide fressen?
Ist Trockenfutter für Katzen schädlich?
Was bedeutet "deklariert" bei Katzenfutter?
Fragen zur Katzenernährung?
Ich helfe Ihnen gerne — kostenlos und persönlich. Gemeinsam finden wir das passende Futter für Ihre Katze.
Kostenlose Beratung anfordernWeitere Ratgeber

Katze frisst nur Trockenfutter — So gelingt die Umstellung
Warum viele Katzen Trockenfutter bevorzugen und wie Sie schonend auf artgerechtes Futter umstellen.
Mehr lesen
Katzenfutter ohne Zusatzstoffe: Warum weniger mehr ist
Viele Katzenfutter enthalten Zucker, Farbstoffe und Lockstoffe. Wie Sie ein reines, natürliches Futter erkennen.
Mehr lesen
Futterumstellung beim Hund — So gelingt der Wechsel
Eine Futterumstellung sollte immer schrittweise erfolgen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Hund sanft an neues Futter gewöhnen.
Mehr lesen