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Katze · 5 Min. Lesezeit

Katzenfutter  ohne  Zusatzstoffe

Warum weniger mehr ist

Katzenfutter ohne Zusatzstoffe erkennen Sie an einer kurzen Zutatenliste mit ausschließlich echten Lebensmitteln — kein Zucker, keine E-Nummern, keine Lockstoffe. Je kürzer und verständlicher die Liste, desto besser in der Regel das Futter. Was Sie lesen können, können Sie beurteilen.

Was steckt wirklich in konventionellem Katzenfutter?

Ein Blick auf die Zutatenliste vieler handelsüblicher Katzenfutter ist ernüchternd. Neben Fleisch und Wasser finden sich häufig Zutaten, die für Katzen keinerlei Mehrwert haben — und die teils sogar schädlich sein können.

Die gute Nachricht: Als Verbraucher sind Sie nicht machtlos. Die EU-Futtermittelkennzeichnungsverordnung schreibt vor, dass alle Zutaten auf der Verpackung aufgeführt sein müssen. Sie müssen nur lernen, sie zu lesen.

Diese Zusatzstoffe sollten Sie meiden

Nicht jeder Zusatzstoff ist automatisch gefährlich — Vitamine und Mineralstoffe müssen sogar zugesetzt werden. Problematisch sind jedoch diese Kategorien:

Zucker & Süßungsmittel

Beispiele: Saccharose, Glukose, Fruktosesirup, Zuckerrübenmelasse

Katzen haben keine Süßgeschmacksrezeptoren und brauchen Zucker nicht. Er dient ausschließlich dazu, das Futter attraktiver zu machen — und begünstigt Übergewicht und Diabetes.

Synthetische Konservierungsmittel

Beispiele: BHA (E320), BHT (E321), Propylgallat (E310)

Diese Antioxidantien verhindern Fettransidität. Natürliche Alternativen (Tocopherole/Vitamin E, Rosmarin-Extrakt) sind aber ebenso wirksam und deutlich unbedenklicher.

Künstliche Farbstoffe

Beispiele: Caramel (E150), FD&C Red, tartrazin

Farbstoffe dienen ausschließlich dazu, das Futter für den Menschen appetitlicher aussehen zu lassen. Katzen sind Farbenblinde bezüglich Rot-Grün — ihnen ist die Farbe des Futters völlig egal.

Künstliche Aromen & Lockstoffe

Beispiele: Geschmacksverstärker, Fleischaromen (synthetisch)

Lockstoffe überdecken die minderwertige Fleischqualität und machen Katzen von einem bestimmten Futter abhängig. Ein Futter, das ohne Lockstoffe nicht akzeptiert wird, sollte man hinterfragen.

So lesen Sie die Deklaration richtig

Die Zutatenliste folgt immer demselben Prinzip: Die Menge nach absteigend. Was zuerst steht, ist am meisten enthalten. Klingt einfach — ist aber mit ein paar Tricks verbunden, die Hersteller gerne nutzen:

  • Ingredient Splitting: Getreide wird in verschiedene Formen aufgespalten (z. B. "Weizenmehl, Weizenstärke, Weizenfasern"), damit jede Einzelkomponente kleiner wirkt als das Fleisch — zusammengerechnet wäre Getreide aber die Hauptzutat.
  • Wassergewicht: Frisches Fleisch enthält viel Wasser. "Frisches Hühnchen 40 %" klingt gut — nach Abzug des Wassers können es aber nur 10 % Trockensubstanz sein.
  • Sammelbezeichnungen: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist legal, aber inhaltsleer. Welche Tiere? Welche Körperteile? In welchem Verhältnis? Das bleibt im Dunkeln.

Naturbelassenes Futter erkennen — 5 Qualitätsmerkmale

Diese fünf Punkte helfen Ihnen, beim Kauf schnell zu entscheiden:

1

Fleisch an erster Stelle

Einzeln deklariertes Muskelfleisch mit Prozentangabe ist das wichtigste Qualitätsmerkmal.

2

Keine E-Nummern (außer Vitamine)

Vitamine dürfen als E-Nummer stehen — künstliche Farb- und Konservierungsstoffe jedoch nicht.

3

Kein Zuckerzusatz

Weder Saccharose noch Glukosesirup noch Melasse sollten in der Zutatenliste auftauchen.

4

Kurze, lesbare Zutatenliste

Je weniger Zutaten, desto transparenter. Wenn Sie alle Zutaten erkennen, ist das ein gutes Zeichen.

5

Hergestellt in Deutschland oder EU

Strenge Produktionsstandards und kürzere Transportwege — ein zusätzliches Qualitätsmerkmal.

„REiCO Katzenfutter wird einzeln deklariert, in Deutschland hergestellt und enthält weder Zucker noch künstliche Konservierungsstoffe. Das ist keine Marketingaussage — das steht auf der Verpackung."

— Andreas Nootz

Wenn Sie mehr über die konkreten Inhaltsstoffe verschiedener Produkte erfahren möchten, schauen Sie sich gerne die Futterberatung an — oder sprechen Sie mich direkt an. Ich nehme mir die Zeit, Ihnen alles zu erklären.

Häufige Fragen

Sind Konservierungsmittel in Katzenfutter gefährlich?
Zugelassene Konservierungsmittel sind in den erlaubten Mengen nicht akut gefährlich. Problematisch ist die Langzeitwirkung: Bestimmte synthetische Antioxidantien wie BHA (E320) und BHT (E321) stehen im Verdacht, bei dauerhafter Aufnahme krebsfördernd zu wirken. Natürliche Alternativen wie Tocopherole (Vitamin E) sind unbedenklich.
Warum wird Zucker ins Katzenfutter gemischt?
Zucker macht das Futter schmackhafter und erhöht die Akzeptanz — kurz gesagt: Er macht Katzen süchtig nach diesem Futter. Gleichzeitig hat Zucker für Katzen keinerlei Nährwert. Katzen können Süße nicht mal schmecken — sie haben die Geschmacksrezeptoren dafür gar nicht.
Was ist der Unterschied zwischen deklariert und nicht deklariert?
Bei deklariertem Futter werden alle Zutaten einzeln mit Prozentzahlen aufgeführt, z. B. "Hühnchenfleisch 65 %, Hühnerherzen 10 %". Nicht deklariertes Futter verwendet Sammelbegriffe wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" — was darunter fällt, kann von Charge zu Charge wechseln.
Wie erkenne ich, ob Futter wirklich ohne Zusatzstoffe ist?
Schauen Sie auf die Zutatenliste: Wenn Sie dort ausschließlich erkennbare Lebensmittel finden (Fleisch, Leber, Gemüse, Öl) ohne E-Nummern oder chemische Bezeichnungen, ist das ein gutes Zeichen. Achten Sie auch auf die Aussage "ohne Zuckerzusatz", "ohne künstliche Aromen" und "ohne künstliche Farbstoffe".

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Ich helfe Ihnen gerne — kostenlos und persönlich. Gemeinsam finden wir das Richtige für Ihre Katze.

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